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Das hohe Dach

Hardcover/gebunden ausgeschiedenes Büchereiexemplar, gut erhalten Vor Ihrem Einkauf: Gehen Sie bitte auf www.gooding.de (auch ohne Anmeldung möglich), wählen Sie booklooker und den Verein Die Tierstimme e.V. Der Erlös dieses Buches kommt dem Verein "Die Tierstimme e.V." zugute. Wir freuen uns über Ihren Besuch auf www.dietierstimme.de oder auf Facebook. Weitere Angebote zugunsten des Vereins finden Sie auch unter dem Mitgliedsnamen stickruebe.

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New Yorker Legende

Hardcover/gebunden Ecken und Kanten leicht bestoßen. Seiten und Buchschnitt altersbedingt stärker verfärbt. Schutzumschlag angestossen und kleine Risse, innen stärker verfärbt. Erste Seite des Buches ISBN Nummer mit Bleistift. Ist dieses Buch wirklich eine Legende? Die vitale Gestalt des Frauenjägers und Räuberbarons Michael Denning scheint dem zu widersprechen. Er ist von ausschweifender Lebensart und schon allein der bombastische Stil seines Hauses schockiert die New Yorker gute Gesellschaft. Aber als die eigentliche Geschichte dieses Buches erzählt wird, steht das Haus nicht mehr. Es ist schon ein legendäres Haus geworden. Der beste Freund von Dennings einzigem Sohn Ogden erzählt, was in ihm geschah an ausgeschöpftem, überschäumendem Leben, an verhaltener Liebe und zerbrochenem Glück. Er erzählt von Ogden, der nach dem Wunsch seines Vaters eine neue Familien-Dynastie gründen und ein echter Gentleman werden sollte. Und er schildert die temperamentvolle, geistreiche Frau, die Ogdens Mutter war, deren schnellen tragischen Tod ihr Sohn nie verwinden konnte. Aber wie das alte Haus, so ist das Leben aller Menschen, die hinter seinen altmodischen Mahagonitüren umhergingen, aßen, Hochzeit hielten und starben, nur der Rahmen für die eigentliche Zentralgestalt der Geschichte: für die fremdländisch schöne Elena, deren Liebe in Österreich begann, und die nach Amerika ging, weil sie diese Liebe vergessen mußte. Sie fand auch Frieden bei dem stillen Ogden, der ihr zuliebe allen billigen Pomp seines Vaters aus dem Hause entfernte und ein traumhaft schönes Barockpalais nach dem Muster ihrer österreichischen Heimat daraus schaffen ließ. Wieder füllt sich das Haus mit lachenden, Feste feiernden Menschen, und Elena ist der alle verzaubernde Mittelpunkt. Aber ihr Friede ist Resignation und ihre Gelassenheit tödliche Erstarrung - bis plötzlich ihre große, nie erstorbene Liebe sich im Herzen der mächtigen Stadt doch noch vollendet. Aber Vollendung ist Fülle und Ende zugleich. Das muß als Letzter auch Ogden erfahren, der schließlich allein in dem Prachthaus zurückbleibt und als alter Mann nur noch um Mitternacht wie ein Schatten durch eine Hintertür im alten Haus aus- und eingeht - bis es abgerissen wird und niemand sich seiner mehr erinnert.

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Mittlere Reife

Hardcover/gebunden Ecken und Kanten leicht bestoßen. Seiten und Buchschnitt altersbedingt stärker verfärbt. Buchschnitt teils fleckig Leseprobe: Weil es kein Morgen wie jeder andere Morgen war, blieb ich fünf Minuten länger im Bett, nicht ahnend, daß dieser geringfügige Verstoß gegen den präzisen Fahrplan meiner Gewohnheiten eine Art Kettenreaktion auslösen würde. Wer denkt auch schon so früh am Morgen an derart abstrakte Möglichkeiten, und außerhalb des Bettes war es so kalt und ungemütlich wie in allen ungeheizten Zimmern an einem unfreundlichen Februartag. An meinem achtzehnten Geburtstag hatte ich mir vorgenommen, spätestens in fünf Jahren wenigstens eine eigene Küche zu haben, heute war ich fünfundzwanzig und diesem erstrebenswerten Ziel kaum einen Schritt näher gekommen dabei war ich nicht untüchtig und der Pasch an Intelligenz zumindest ebenbürtig, aber die Pasch kam aus guter Familie, hatte keine kostspieligen Abendkurse besuchen müssen, kein Waisenhaus und kein Jugendamt kennengelernt, und ihre Eltern hatten sich die einzige Tochter etwas kosten lassen. Es nützte auch nicht viel, daß ich mir kaum ein Vergnügen gönnte, was bei einer Monatsmiete von neunzig Mark und den zusätzlichen dreißig Mark für das Kantinenessen ohnedies leichtfertig gewesen wäre. Ich konnte rechnen, wie ich wollte, es reichte gerade, um mit Anstand zu leben, auch dann, wenn man sich keinen so kostspieligen Freund leistete wie die Pasch, er fuhr den Wagen, sie bezahlte die Monatsraten. Dafür war die Pasch zehn Jahre älter als ich und nicht sehr hübsch. So ein kompliziertes Verhältnis war für mich ein Problem, das mir noch reichlich unwirklich vor kam, ähnlich wie Kinderkriegen, fremde Schuhe putzen, Hose bügeln und Knöpfe annähen.

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und die beste Ehefrau von allen

Hardcover/gebunden Ecken und Kanten leicht bestoßen. Seiten und Buchschnitt altersbedingt leicht verfärbt. Buchschnitt teils fingerfleckig. Ohne Schutzumschlag Sein charmantestes Buch Das literarische Denkmal des weltberühmten Humoristen Ephraim Kishon für seine vielzitierte Gattin ein beschwingter Reigen herrlicher Geschichten, ein Spiegel der guten Laune für jeden Leser und jede Leserin. Erstmals als Taschenbuch von Bestsellerautor Ephraim Kishon Zum Buch: Obwohl die beste Ehefrau von allen" in den meisten Büchern des weltberühmten Humoristen Ephraim Kishon auftritt, blieb sie in vielen Details doch immer noch von einem geheimnisvollen Schleier umhüllt. Mit der wachsenden Popularität Kishons und den damit verbundenen steigenden Auflagenziffern seiner Werke wurden die Fragen der Leser nach der bekannten Unbekannten immer drängender. Eines Tages sagte sich der Autor: Wenn so viele Leute darauf aus sind, das Mysterium der besten Ehefrau von allen zu enthüllen, warum sollte ich eigentlich meine Position als ihr langfristiger Ehemann nicht dahingehend ausnützen? Wer kennt meine Frau besser als der Schreiber dieser Zeilen, der schließlich jene grandiosen Geschichten über seine Frau seit einem Vierteljahrhundert an ihren Haaren herbeigezogen hat? Nachdem mein Entschluß feststand, die beste Ehefrau von allen auch für kommende Generationen zu verewigen, beschloß ich, das Rohmaterial hierfür aus unserer alltäglichen Realität zu schöpfen. Es soll ihren interessierten Verehrern die Möglichkeit geboten werden, zu erfahren, wie wir gemeinsam in ein und demselben Haushalt leben und warum. So entstand dieses literarische Denkmal für eine der meistzitierten Ehefrauen der Welt, ein sehr persönliches, hintergründig-charmantes Bekenntnis-Feuerwerk, ein Karussell der heiteren Lebensweisheit, für dessen brillante deutsche Übertragung nach dem Tod von Friedrich Torberg nun der Kishon freundschaftlich verbundene Wiener Chansondichter und Autor Gerhard Bronner Garant ist. Die gerade in diesem Buch aufs neue bewiesene Beobachtungsgabe des großen Satirikers macht den beschwingten Reigen herrlicher Geschichten aus dem Alltag des Ehepaares Kishon zu einer geistreichen, allzu menschlichen Komödie, die jedem Leser und jeder Leserin einen Spiegel der guten Laune vorhält.

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Shanna

Hardcover/gebunden Ecken und Kanten leicht bestoßen. Seiten und Buchschnitt altersbedingt leicht verfärbt. Ohne Schutzumschlag. Buchschnitt stark verschmutzt. Einband-Rückseite zwei Flecken. Buchrücken stärker abgebleicht.

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Mann, Frau und Kind

Hardcover/gebunden Ecken und Kanten kaum bestoßen. Seiten und Buchschnitt altersbedingt kaum verfärbt. Bob, Sheila und ihre beiden Töchter sind eine der glücklichsten Familien der Welt. Da meldet sich eine Stimme aus Bobs Vergangenheit. Ein Anruf aus Sete bringt unerwartete Probleme. Die Ehe droht zu zerbrechen, die Kinder sind verstört. An allem ist einzig und allein Bob schuld. Bob, der vor Jahren eine kurze Affäre mit Nicole Guerin hatte. Aber er hatte nicht mit den Folgen gerechnet. . . Bob und Sheila Beckwith führen die glücklichste Ehe, die man sich vorstellen kann. Bob, Professor in Harvard, wird von allen seinen Kollegen beneidet. Er ist jung, erfolgreich und hat eine bezaubernde Familie. Seine Frau arbeitet in einem großen Verlag. Sie hat ihren Mann kennengelernt, als sie beide noch Studenten waren. Für Sheila hat es immer nur Bob gegeben, den hinreißenden Liebhaber und zärtlichen Vater ihrer Töchter Jessica und Paula. Es ist Sommer, und zusammen mit ihren Töchtern freuen sich Bob und Sheila auf die großen Ferien in ihrem Haus am Meer . . . Da meldet sich eine Stimme aus Bobs Vergangenheit, die längst vergessen Geglaubtes wieder aufrührt. Sie droht die harmonische Welt der Bostoner Professorenfamilie zu zerstören und die Seelen der Beteiligten zu verletzen. Mit psychologischem Feingefühl, seinem unverwechselbaren Sinn für die tragischen Gefährdungen menschlichen Glücks, mit Ernst, Wärme und Humor erzählt Erich Segal die Geschichte der Beckwiths in jenen Sommertagen, da eine flüchtige Gestalt aus einer anderen Welt in ihr Leben tritt und diese Begegnung sie alle reicher und reifer werden läßt. Der Traum eines Mannes, den er sich nie eingestanden hat, wird wahr und vergeht. Wie der Schatten eines Vogels gleitet er über die Schicksale von vier Menschen hinweg. Die Geschichte bezaubert wie eine alte Legende von Liebe und Leid, und doch spielt sie heute, zwischen Erwachsenen und Kindern, und irgendwo zwischen Amerika und Europa. Erich Segal hat sie für Leser geschrieben, die sich gerne von einem Erzähler bewegen lassen, der die Welt der Empfindungen und Gefühle ohne falsche Sentimentalität zu gestalten weiß und unmittelbar zu ihrem Gemüt spricht. Erich Segal, geboren 1937 in Brooklyn, New York. Studium an der Harvard-Universität. Professor für vergleichende Literaturwissenschaft und klassische Philologie in Dartmouth, USA. Langjährige Lehrtätigkeit an der Yale-Universität. Gastprofessuren u. a. in München, Princeton, Tel Aviv, Oxford. Wissenschaftliche Werke über das antike Drama, insbesondere die römische Komödie. Aktiver Sportler bis 1973, Fernsehkommentator der Olympischen Spiele von 1972 und 1976. Bühnenstücke, Musicals, Drehbücher (u.a. für den Beatles-Film Yellow Submarine). Sein Roman Love Story wurde einer der größten Bestseller in der Geschichte des Buchhandels.

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Ostwind Westwind

Hardcover/gebunden Ecken und Kanten leicht bestoßen. Seiten und Buchschnitt altersbedingt leicht verfärbt. Ohne Schutzumschlag. Einband verschmutzt. Leichter Lagergeruch. Dritte Seite und Buchschnitt oben Namensstempel. Ich habe über alles nachgegrübelt, was mich meine Mutter gelehrt hat, damit ich Wohlgefallen vor meinem Mann finde." Dieser Gedanke von Kuai-lan, einer jungen Chinesin, entspricht ganz den alten Werten, nach denen sie erzogen worden ist. Doch als sie den Mann heiratet, den ihre Familie schon bei ihrer Geburt für sie ausgesucht hatte, muß sie sich plötzlich mit dem ihr völlig fremden westlichen Ideengut auseinandersetzen. Ihr Mann hat während eines langen Medizinstudiums in den Vereinigten Staaten die westliche Denkweise übernommen. Nun fühlt er sich nicht mehr den östlichen Traditionen verbunden, den alten Sitten und Gebräuchen, dem Aberglauben und den tausend Tabus. Er wünscht sich, daß seine Frau ihm wie die freien Frauen des Westens eine gleichwertige Partnerin und keine unterwürfige Sklavin mehr ist. Kuai-lan begegnet diesen Wünschen ihres Mannes mit angstvoller Verständnislosigkeit. Erst an der Ehe ihres Bruders, der eine Amerikanerin geheiratet hat und deshalb von seiner Familie verstoßen wird, erkennt sie, daß auch ihre eigene Ehe von dem Aufeinandertreffen östlicher und westlicher Lebensauffassung geprägt ist, und daß sie die daraus resultierenden Probleme nur dann lösen kann, wenn es ihr und ihrem Mann gelingt, Wege zu finden, diese verschiedenen Welten miteinander zu verbinden. Pearl S. Buck (1892-1973) hat die meiste Zeit ihres Lebens in China verbracht, wo sie als Tochter eines Missionars aufwuchs und wohin sie auch später wieder zurückkehrte. Mit ihrem klaren Erzählstil zeichnet sie ein anschauliches Bild vom damaligen Leben in China und von den Problemen, die entstehen, wenn im zwischenmenschlichen Bereich östliche Tradition und westliche Lebensauffassung aufeinandertreffen. Ostwind-Westwind" ist Pearl S. Bucks erster Roman und bezeichnet den Beginn einer schriftstellerischen Laufbahn, die 1938 mit der Verleihung des Nobelpreises für Literatur ihren glanzvollen Höhepunkt erfahren hat.

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New Yorker Legende

Hardcover/gebunden Ecken und Kanten kaum bestoßen. Seiten und Buchschnitt altersbedingt stärker verfärbt. Schutzumschlag innen stärker verfärbt. Lagergeruch vorhanden. Ist dieses Buch wirklich eine Legende? Die vitale Gestalt des Frauenjägers und Räuberbarons Michael Denning scheint dem zu widersprechen. Er ist von ausschweifender Lebensart und schon allein der bombastische Stil seines Hauses schockiert die New Yorker gute Gesellschaft. Aber als die eigentliche Geschichte dieses Buches erzählt wird, steht das Haus nicht mehr. Es ist schon ein legendäres Haus geworden. Der beste Freund von Dennings einzigem Sohn Ogden erzählt, was in ihm geschah an ausgeschöpftem, überschäumendem Leben, an verhaltener Liebe und zerbrochenem Glück. Er erzählt von Ogden, der nach dem Wunsch seines Vaters eine neue Familien-Dynastie gründen und ein echter Gentleman werden sollte. Und er schildert die temperamentvolle, geistreiche Frau, die Ogdens Mutter war, deren schnellen tragischen Tod ihr Sohn nie verwinden konnte. Aber wie das alte Haus, so ist das Leben aller Menschen, die hinter seinen altmodischen Mahagonitüren umhergingen, aßen, Hochzeit hielten und starben, nur der Rahmen für die eigentliche Zentralgestalt der Geschichte: für die fremdländisch schöne Elena, deren Liebe in Österreich begann, und die nach Amerika ging, weil sie diese Liebe vergessen mußte. Sie fand auch Frieden bei dem stillen Ogden, der ihr zuliebe allen billigen Pomp seines Vaters aus dem Hause entfernte und ein traumhaft schönes Barockpalais nach dem Muster ihrer österreichischen Heimat daraus schaffen ließ. Wieder füllt sich das Haus mit lachenden, Feste feiernden Menschen, und Elena ist der alle verzaubernde Mittelpunkt. Aber ihr Friede ist Resignation und ihre Gelassenheit tödliche Erstarrung - bis plötzlich ihre große, nie erstorbene Liebe sich im Herzen der mächtigen Stadt doch noch vollendet. Aber Vollendung ist Fülle und Ende zugleich. Das muß als Letzter auch Ogden erfahren, der schließlich allein in dem Prachthaus zurückbleibt und als alter Mann nur noch um Mitternacht wie ein Schatten durch eine Hintertür im alten Haus aus- und eingeht - bis es abgerissen wird und niemand sich seiner mehr erinnert.

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Schmetterlinge weinen nicht

Hardcover/gebunden Zustand siehe Bild. Zusätzlich: Ecken und Kanten kaum bestoßen. Seiten und Buchschnitt altersbedingt leicht verfärbt. Lagergeruch vorhanden. Leseprobe Sie verweilte nur kurz vor dem Spiegel. Es machte ihr zwar nicht mehr viel aus, sich selbst anzuschauen. Sie legte es aber auch nicht darauf an, sich täglich neu zu vergewissern, daß sie viel weniger gut aussah als die meisten anderen Mädchen. Sie wußte heute nicht einmal mehr, wann sie es zum erstenmal festgestellt und wann sie sich damit abgefunden hatte. Dabei hatte sie weder eine zu große Nase noch eine unschöne Haut. Auch die Symmetrie stimmte, aber es war eben eine Symmetrie ohne Faszination, ein Oval öder Korrektheit, mit Augen, Nase und Mund. Nicht mehr und nicht weniger. Es war ein Gesicht ohne Glanz. Männer konnten es anschauen, ohne es zu bemerken. Es fesselte nicht, und es stieß nicht ab. Es war einfach nur da. Fad, nichtssagend und langweilig. Ein Dutzendgesicht. Noch vor zwei Jahren hatte sie sich oft im Spiegel betrachtet und gefragt, was einen Mann dazu bewegen könnte, sie zu heiraten. Ihre Figur vielleicht. Nackt war sie schön, schöner als viele andere Mädchen, die zwar ein hübsches Gesicht, dafür aber häßliche Beine oder Hüften hatten. Nackt war sie sicher ebenso schön wie Laura, aber sie würde nie einen Mann heiraten, der sie nur im Bett schön findet. Für den sie sich, um ihm zu gefallen, erst ausziehen müßte. Bei dem sie voraussetzen konnte, daß ihm nur ihre Figur gefällt. Sicher hätte sie einen solchen Mann finden können. Einen jener primitiven Männer, die nur eine Frau für das Bett wollen. Für die es keine Rolle spielt, ob sie intelligent ist oder ein hübsches Gesicht hat. Die eben nur mit ihr schlafen wollen. Sie war davon überzeugt: an der Seite eines solchen Mannes würde sie kaputtgehen. Jene Männer aber, die einer Frau zuerst in das Gesicht und dann auf die Figur schauen, sahen durch sie hindurch. Nahmen sie nicht wahr. Ignorierten sie. Seit ihr das bewußt geworden war, verachtete sie die Männer. Die primitiven ebenso wie die anderen. Es gab nur einen Mann, den sie nicht verachtete. Den sie über alles liebte und verehrte: ihren Vater. Als fünfzehnjähriges Mädchen hatte sie noch rote Pickel auf der Stirn gehabt. Sie war mager, lang aufgeschossen und ungesellig gewesen. Ein scheues, wortkarges Mädchen. Sie war ohne Freundinnen herangewachsen, und die Mädchen auf dem Schulhof hatten ihr Bohnenstange nachgerufen. Schon mit zehn Jahren war sie das einzige Mädchen in ihrer Klasse mit einer Brille gewesen. Mit der Brille hatte alles angefangen. Zuerst der Brillenkomplex, dann der Bohnenstangenkomplex, dann der Pickelkomplex, das war schließlich zu dem Komplex, häßlich zu sein, geworden. Heute war sie zwar nicht mehr mager und hatte keine roten Pickel mehr, aber jene Zeit hatte unauslöschbare Spuren in ihrer Seele hinterlassen. Sie hatte auch nie etwas gegen ihre Komplexe unternommen. Sie trug heute noch die gleiche unschöne Frisur wie vor fünf Jahren. Während andere Mädchen ihren ersten Tanzkurs besuchten, hatte sie zu Hause, hinter dem Rücken ihres Vaters, medizinische Lehrbücher, die in seiner Praxis standen, gelesen Anatomie und Chirurgie, Neurologie und Dermatologie. Denn sie war ebenso intelligent wie ihr Gesicht unscheinbar war. Ihre Zeugnisse waren immer überdurchschnittlich. Sie hatte mühelos das Abitur gemacht. Sie begriff fast alles, was man ihr sagte oder was sie las, ohne sich dabei anstrengen zu müssen. Für ihren Vater war sie ein Phänomen, für ihre Mutter ein permanentes Problem. Kein anderer Mensch durchschaute Cilly so sehr wie ihre Mutter. Seit sie das wußte, wich sie ihr aus. Sie verbrachte die meisten Abende mit Laura, die meisten Wochenenden mit Laura und ihren Winterurlaub mit Laura. Laura war ihr unentbehrlich geworden. Ohne Laura hätte sie sich selbst nicht mehr ertragen. Laura war der einzige Mensch, der sie respektierte, den sie beeindrucken und ausnutzen konnte, der ihr Gesicht nicht unschön fand und ihre Intelligenz bewunderte, der sie fast anbetete.

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Maiglöckchen oder ähnlich Die Aufzeichnungen der Simone S.

Hardcover/gebunden Zustand siehe Bild. Zusätzlich: Ecken und Kanten kaum bestoßen. Seiten und Buchschnitt altersbedingt kaum verfärbt. Lagegeruch vorhanden. Leseprobe Es begann mit einer Leserzuschrift, die sich gegen die schamlose Plakatierung eines Lichtspieltheaters wandte und auf die damit verbundene sittliche Gefährdung der Jugend hinwies. In meiner wöchentlichen innenpolitischen Glosse verglich ich den Verfasser des Briefes mit jenen Bundestagsabgeordneten, die ihr Mandat mit einem Keuschheitsgelübde und den Busen einer Frau mit der Erbsünde verwechseln. Außerdem, schrieb ich in meiner Glosse weiter, gehörte schon eine unglaubliche Portion Weltfremdheit dazu anzunehmen, die umstrittenen Kinoplakate könnten einem jungen Menschen von heute enthüllendere Eindrücke vermitteln, als sie in den öffentlichen Badeanstalten von Münsheim dem Besucher aufgedrängt werden. Ich schloß meine Glosse mit der zweifellos überspitzten Feststellung, daß nicht alles, was dem Zölibat nützlich sei, auch Anspruch darauf erheben könne, Maßstab für den allgemeingültigen Moral- und Sittenindex zu sein, aber ich hatte mich am Schluß meiner Glosse schon so heftig in Zorn geschrieben, daß ich einfach nicht mehr fähig war, objektiv zu bleiben. Künzle hatte die Glosse redigiert und unbeanstandet durchgehen lassen. Wahrscheinlich hätte er auch keinen Einwand erhoben, wenn ich mich zu der noch überspitzteren Behauptung hätte hinreißen lassen, daß in keiner anderen Stadt so viele professionelle Duckmäuser auf einem Haufen beisammenlebten wie gerade in Münsheim. Er war sechsunddreißig Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern, was ihn jedoch nicht daran hinderte, mir regelmäßig Anträge zu machen. Und nicht nur ihn. Ich hatte in diesem vergangenen halben Jahr im Verlag schon ebenso viele mündliche wie handgreifliche Anträge erhalten. Meine diesbezüglichen Erfahrungen hätten mich zu der vielleicht voreiligen Mutmaßung verleiten können, daß es für eine einigermaßen attraktive Frau leichter sei einen biederen Ehemann zu verführen, als in Münsheim eine billige Zweizimmerwohnung zu finden. Obwohl ich an diesem Vormittag etwas früher als sonst in den Verlag kam ein ungutes Gefühl hatte mich aus dem Bett getrieben , saß Künzle bereits hinter seinem Schreibtisch. Er war kleiner als ich, ein untersetzter, kräftiger Mann mit breitem Brustkorb, rotem Gesicht und Bürstenfrisur. Daß er jede freie Minute in der Kantine verbrachte und Unmengen von Bier trank, hätte ich noch hingenommen. In einem Land wie diesem konnte ein innenpolitischer Redakteur wie Künzle vielleicht nicht anders, als sich seine journalistischen Inspirationen in der Kantine holen. Was ihn mir unsympathisch machte, war seine vitale Männlichkeit, ich hätte ihn mir als Manager eines Industriekonzerns vorstellen können in seiner Eigenschaft als mein Ressortchef war er eine psychische Belastung für mich. Hallo, Simonchen! sagte er, noch ehe ich richtig im Zimmer war. Da haben wir uns etwas Schönes eingebrockt! Ich wußte natürlich sofort, was wir uns eingebrockt hatten. Es gehörte mit zu den zahllosen Ungereimtheiten publizistischer Spielregeln, journalistische Gewissensfreiheit nur so lange zu tolerieren, wie keine verlagsökonomischen Interessen berührt wurden. In diesem Punkt bestand eine geradezu makabre Analogie zu Bonner Gepflogenheiten, lieber einen verdienten Staatssekretär als das Wohlwollen irgendeiner Interessengruppe zu opfern. Zwar zählte Schmiedel zu den berühmten Ausnahmen, und daß er ausgerechnet in Münsheim eine unabhängige Zeitung herausbrachte, die nicht nur in Hamburg und München, sondern auch in Münsheim gelesen wurde, war fast den sieben Weltwundern gleichzustellen, aber selbst für Verleger wie Schmiedel gab es so etwas wie Rücksichtnahmen auf weltanschauliche Empfindlichkeiten. Vielleicht wurde seine Zeitung nur deshalb gelesen, weil es für die Leute aus Münsheim die einzige Art war, zu opponieren, ohne dadurch mit ihrem christlichen Gewissen in Konflikt zu kommen, eine läßliche Sünde für die konfessionell engagierten Abonnenten der Zeitung, die durch ihre ominöse Anhänglichkeit allen klerikalen Versuchen, ihnen ein etwas weniger liberales Blatt zu bescheren, erfolgreich widerstanden hatten.

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