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Zille sein Milljöh

" Wenn sein Name fällt wird einem warm und weh ums Herz. Er gehört zu den Seltenen, die noch im Elend lächeln konnten.Zeichnend und malend nahm er der Last des Lebens die schweren Gewichte. Er war ein Philosoph der Zeichenfeder und des Pinsels, ein besessener Arbeiter, der immer unterwegs war, sein "Milljöh" einzufangen. Wenn je bei einem Künstler, ist bei Heinrich Zille das Menschliche nicht vom Artistischen zu trennen. In jedem Strich pocht sein Herzschlag, bei jeder Rundung - er hatte mit zunehmendem Alter eine Vorliebe für üppig proportionierte Frauen - meinen wir sein lächelnd-zwinkerndes Auge, das doch auch wieder so bohrend mustern konnte, über der ein wenig verrutschten Nickelbrille zu sehen..." Das Leinen ist angedunkelt und ganz leicht fleckig, innen ohne Flecken, Risse, Knicke, Eselsohren, o.ä.,keine losen oder gar fehlenden Seiten.

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Zille sein Milljöh

Leinen Ohne Schutzumschlag, Schnitt und Leinen angestaubt und leicht fleckig, sonst sauber und ordentlich erhalten ************************* Wenn sein Name fällt, wird einem warm und weh ums Herz. Er gehörte zu den Seltenen, die noch im Elend lächeln konnten. Zeichnend und malend nahm er der Last des Lebens die schweren Gewichte. Er war ein Philosoph der Zeichenfeder und des Pinsels, ein besessener Arbeiter, der immer unterwegs war, sein Milljöh" einzufangen. "Wenn je bei einem Künstler, ist bei Heinrich Zille das Menschliche nicht vom Artistischen zu trennen. In jedem Strich pocht sein Herzschlag, bei jeder Rundung er hatte mit zunehmendem Alter eine Vorliebe für üppig proportionierte Frauen meinen wir sein lächelnd-zwinkerndes Auge, das doch auch wieder so bohrend mustern konnte, über der ein wenig verrutschten Nickelbrille zu sehen. Dies war seine "Welt, von ihm erschaffen, durch ihn protokolliert und beglaubigt, eine Welt an der Peripherie der Kultur, wo er sich auskannte wie kein zweiter vor und nach ihm. Zille sein Milljöh: ein gefühlvolles Kapitel sozialer Kritik, die erst durch ihn recht bekannt gewordene, unerfreuliche Kehrseite jenes nun schon historischen Gründungsrausches, da Zehntausende in finsteren und feuchten Löchern hausen mußten, während die Grundstückspreise ins Unwahrscheinliche suegen. Das Zille-Wort Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genau so gut töten wie mit einer Axt!" weist drastisch auf die Untrennbarkeit von Wohnungsnot und sozialem Elend hin. Doch ist nicht alles längst Vergangenheit, überschattet von einem viel gewaltigeren Drama? Hat nicht der Feuersturm der Schlacht um Berlin" im Frühling 1945 auch den letzten Rest jener zweifelhaften Kaschemmen-, Ganoven- und Pennbrüder-Romantik hinweggefegt? Könnte Heinrich Zille, lebte er heute noch unter uns, mit der gleichen lächelnden Güte, unsagbaren Bescheidenheit und entwaffnenden Naivität noch einmal ganze Alben von Typen sammeln, wie er sie einst in Berlin N und O auf Schritt und Tritt entdeckt, geliebt und verewigt hatte? Diese Frage stellen, heißt an das Zille-Bild in unserer Zeit rühren. Es ist eine Frage an das soziale, an das menschliche Gewissen. Die typisch berlinische Luft der lichtlosen Hinterhöfe, verwanzten Kellerwohnungen, Obdachlosenasyle, Armeleuteküchen, Rummelplätze, Laubenkolonien, der Kinderspiele um Mülltonnen und im Rinnstein, so unverwechselbar genau und ,zillisch' auch jede Einzelheit in der Gebärde und im Ton erfaßt ist, mahnt uns heute symbolhaft, des freudlosen Lebens von Millionen in aller Welt nicht zu vergessen. Krieg und Nachkrieg haben vertausendfacht, was Vater Zille in Jahrzehnten auf dem Skizzenblock gesammelt hatte. Es gibt nur atmosphärische und Unterschiede zwischen einst und jetzt. Zilles Zustandsschilderung von damals mit ihrem überwiegend milden, selten aggressiven Ethos scheint absichtslos auch auf jene ungleich größeren Schichten von Verarmten und Heimatlosen hinzuweisen, die in den Jahren nach dem letzten Kriege, wie durch einen gewaltigen Erdstoß ins Ungewisse gestürzt, auf der Wanderung in neue Daseinsräume waren. Der Pinselheinrich" oder das Professerchen", wie ihn seine Berliner zärtlich nannten, müßte sich vervielfachen, wollte er heute mit dem Zeichenblock in der Joppentasche die Weiten des Armenreichs durchpilgern. Nein, Heinrich Zille ist nicht ,überholt', kein Witzblattzeichner und Spaßmacher von gestern und vorgestern, der seine Mappen nur deshalb mit leichten Mädchen, verschämten Armen, Budikern oder im Fröbel" und in der Charite" geborenen, meistens rachitischen Kindern füllte, damit später Zille-Bälle arrangiert, Zille-Filme gedreht oder Zille-Klausen für Neugierige eröffnet werden konnten. Wie dem Ulenspegel des Flamen de Coster brannte ihm die Asche auf dem Herzen. Er zeichnete aus einem inneren Zwang, wie sein Gewissen es von ihm forderte. Er lächelte oft, um nicht verzweifeln zu müssen. Er machte sich Luft mit einem Witz, wenn der Zorn ihn übermannen wollte. Kam er doch selbst aus jenen Lebenstiefen, in denen man sich eine eigene Philosophie machen muß, um das Leben dennoch lebenswert zu finden. Darum wohnt seinem Werk auch eine so starke, obzwar ungewollte, soziologische Funktion inne. Ohne spekulative Hintergedanken, ohne tendenziöse Absicht war er zu seiner Zeit darangegangen, aufzuspüren und aufs Papier zu bannen, was er zwischen Spree und Panke sah und hörte. Ick hab's ja geschafft", seufzte er im Alter, aber es war doch ein furchtbares Erlebnis." Seine mahnende Anklage, verklärt vom Lächeln und Lachen des Berliner Kolorits, hat auch in unseren Tagen nichts von ihrer künstlerischen und sittlichen Kraft verloren.

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Zille sein Milljöh

Leinen, gebr. guter Zustand. Ohne Seitenangabe, viele Zeichnungen

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Pinselheinrich. Ein Zille-Buch

Leinen Ohne Schutzumschlag, Leinen berieben und leicht gedunkelt. Schnitt leicht gedunkelt. Innen sauber und ordentlich erhalten. *************************** Wenn sein Name fällt, wird einem warm und weh ums Herz. Er gehörte zu den Seltenen, die noch im Elend lächeln konnten. Zeichnend und malend nahm er der Last des Lebens die schweren Gewichte. Er war ein Philosoph der Zeichenfeder und des Pinsels, ein besessener Arbeiter, der immer unterwegs war, sein Milljöh" einzufangen. "Wenn je bei einem Künstler, ist bei Heinrich Zille das Menschliche nicht vom Artistischen zu trennen. In jedem Strich pocht sein Herzschlag, bei jeder Rundung er hatte mit zunehmendem Alter eine Vorliebe für üppig proportionierte Frauen meinen wir sein lächelnd-zwinkerndes Auge, das doch auch wieder so bohrend mustern konnte, über der ein wenig verrutschten Nickelbrille zu sehen. Dies war seine "Welt, von ihm erschaffen, durch ihn protokolliert und beglaubigt, eine Welt an der Peripherie der Kultur, wo er sich auskannte wie kein zweiter vor und nach ihm. Zille sein Milljöh: ein gefühlvolles Kapitel sozialer Kritik, die erst durch ihn recht bekannt gewordene, unerfreuliche Kehrseite jenes nun schon historischen Gründungsrausches, da Zehntausende in finsteren und feuchten Löchern hausen mußten, während die Grundstückspreise ins Unwahrscheinliche suegen. Das Zille-Wort Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genau so gut töten wie mit einer Axt!" weist drastisch auf die Untrennbarkeit von Wohnungsnot und sozialem Elend hin. Doch ist nicht alles längst Vergangenheit, überschattet von einem viel gewaltigeren Drama? Hat nicht der Feuersturm der Schlacht um Berlin" im Frühling 1945 auch den letzten Rest jener zweifelhaften Kaschemmen-, Ganoven- und Pennbrüder-Romantik hinweggefegt? Könnte Heinrich Zille, lebte er heute noch unter uns, mit der gleichen lächelnden Güte, unsagbaren Bescheidenheit und entwaffnenden Naivität noch einmal ganze Alben von Typen sammeln, wie er sie einst in Berlin N und O auf Schritt und Tritt entdeckt, geliebt und verewigt hatte? Diese Frage stellen, heißt an das Zille-Bild in unserer Zeit rühren. Es ist eine Frage an das soziale, an das menschliche Gewissen. Die typisch berlinische Luft der lichtlosen Hinterhöfe, verwanzten Kellerwohnungen, Obdachlosenasyle, Armeleuteküchen, Rummelplätze, Laubenkolonien, der Kinderspiele um Mülltonnen und im Rinnstein, so unverwechselbar genau und ,zillisch' auch jede Einzelheit in der Gebärde und im Ton erfaßt ist, mahnt uns heute symbolhaft, des freudlosen Lebens von Millionen in aller Welt nicht zu vergessen. Krieg und Nachkrieg haben vertausendfacht, was Vater Zille in Jahrzehnten auf dem Skizzenblock gesammelt hatte. Es gibt nur atmosphärische und Unterschiede zwischen einst und jetzt. Zilles Zustandsschilderung von damals mit ihrem überwiegend milden, selten aggressiven Ethos scheint absichtslos auch auf jene ungleich größeren Schichten von Verarmten und Heimatlosen hinzuweisen, die in den Jahren nach dem letzten Kriege, wie durch einen gewaltigen Erdstoß ins Ungewisse gestürzt, auf der Wanderung in neue Daseinsräume waren. Der Pinselheinrich" oder das Professerchen", wie ihn seine Berliner zärtlich nannten, müßte sich vervielfachen, wollte er heute mit dem Zeichenblock in der Joppentasche die Weiten des Armenreichs durchpilgern. Nein, Heinrich Zille ist nicht ,überholt', kein Witzblattzeichner und Spaßmacher von gestern und vorgestern, der seine Mappen nur deshalb mit leichten Mädchen, verschämten Armen, Budikern oder im Fröbel" und in der Charite" geborenen, meistens rachitischen Kindern füllte, damit später Zille-Bälle arrangiert, Zille-Filme gedreht oder Zille-Klausen für Neugierige eröffnet werden konnten. Wie dem Ulenspegel des Flamen de Coster brannte ihm die Asche auf dem Herzen. Er zeichnete aus einem inneren Zwang, wie sein Gewissen es von ihm forderte. Er lächelte oft, um nicht verzweifeln zu müssen. Er machte sich Luft mit einem Witz, wenn der Zorn ihn übermannen wollte. Kam er doch selbst aus jenen Lebenstiefen, in denen man sich eine eigene Philosophie machen muß, um das Leben dennoch lebenswert zu finden. Darum wohnt seinem Werk auch eine so starke, obzwar ungewollte, soziologische Funktion inne. Ohne spekulative Hintergedanken, ohne tendenziöse Absicht war er zu seiner Zeit darangegangen, aufzuspüren und aufs Papier zu bannen, was er zwischen Spree und Panke sah und hörte. Ick hab's ja geschafft", seufzte er im Alter, aber es war doch ein furchtbares Erlebnis." Seine mahnende Anklage, verklärt vom Lächeln und Lachen des Berliner Kolorits, hat auch in unseren Tagen nichts von ihrer künstlerischen und sittlichen Kraft verloren.

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Zille sein Milljöh

Leinen " Wenn sein Name fällt wird einem warm und weh ums Herz. Er gehört zu den Seltenen, die noch im Elend lächeln konnten.Zeichnend und malend nahm er der Last des Lebens die schweren Gewichte. Er war ein Philosoph der Zeichenfeder und des Pinsels, ein besessener Arbeiter, der immer unterwegs war, sein "Milljöh" einzufangen. Wenn je bei einem Künstler, ist bei Heinrich Zille das Menschliche nicht vom Artistischen zu trennen. In jedem Strich pocht sein Herzschlag, bei jeder Rundung - er hatte mit zunehmendem Alter eine Vorliebe für üppig proportionierte Frauen - meinen wir sein lächelnd-zwinkerndes Auge, das doch auch wieder so bohrend mustern konnte, über der ein wenig verrutschten Nickelbrille zu sehen..."(Textauszug)

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Zille sein Milljöh. Text/Bildband.

um 200 Seiten, Karikaturen, die letzten 4 Seiten am oberen Rand mit kleinen Flecken, vorderer Einband fleckig, 2 Eigentumsstempel auf Vorsatz, sonst gut, Groß-8

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Zille sein Milljöh. Text/Bildband.

Leinenband um 200 Seiten, Karikaturen, die letzten 4 Seiten am oberen Rand mit kleinen Flecken, vorderer Einband fleckig, 2 Eigentumsstempel auf Vorsatz, sonst gut, Groß-8

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